Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

Hier möchten wir kurz unsere Anliegen und Ziele bezüglich der jeweiligen Disziplinen etwas definieren.

Die asiatischen Kampfünste bieten nicht nur eine optimale Möglichkeit der sportlichen Betätigung, siie besitzen gleichzeitig auch erzieherischen und persönlichkeitsbildende Werte und dienen somit auch der körperlichen und geistigen Ertüchtigung der Ausübende. Die Erhaltung von Werten und Prinzipien, wie Ehrlichkeit, Mut, Charakter, Respekt und Disziplin gehören zum Hauptaufgaben bereicht. Traditionelle asiatischen Kampfkunst sind außerdem ein Mittel gegen Gewalt und Drogen.

Vergessen wir dabei nicht, dass die Kampfkünste in der Zeit ihrer Entstehung dazu dienten, sich gegen Gewalt und Übergriffe zur Wehr zu setzen.

Unser Anliegen ist fernab von sportpolitischen und stilistischem Geplänkel die Kampfkünste wieder zu einer Einheit zurückzubringen. Stile und Systeme, die wir heute kennen, sind Schöpfungen der Neuzeit. Oftmals sind diese heute nur sportpolitisch geprägt, wobei die Vielfalt und Gesamtheit der Kampfkünste unberücksichtig bleibt. Es geht uns nicht um die Befriedigung von Profilneurosen oder Kadavergehorsam, es geht vielmehr zusammen zu bringen, was zusammen gehört.

Tôte ( so nannte man die Kampfkünste, die heute unter Karate bekannt sind auf Okinawa)  wurde zum erstenmal im Mai 1922 öffentlich außerhalb von Okinawa  auf der ersten Nationalen Sportausstellung in Tokyo demonstriert. Meister Gichin Funakoshi, der damalige Vorsitzende der Okinawa Shobukai (Gesellschaft zur Förderung der Kampfkünste) gab diese Vorstellung.

Tôte (auch einfach nur Te=Hand, genannt) war in Okinawa seit Jahrhunderten als eine Kunst der Selbstverteidigung  bekannt. Aufgrund verschiedener Beziehungen des Handels zwischen Okinawa und der Ming-Dynastie in China kann man annehmen, dass es von chinesischen Kampfkünsten beeinflusst war. Leider gibt es keine schriftlichen Zeugnisse über die genaue geschichtliche Entwicklung des Tôte.  Eine andere Bezeichnung war "Tang", damit wurde der Bezug zu China und der damaligen "Tang-Dynastie" noch deutlichenr. Man sprach jedoch auch von Kempo (Recht der Faust), eine chinesische Bezeichnung, die später auch "Kenpo=japanische Umschrif, genannt wurde. Die Bezeichnungen sind vielfältig und werden deshalb auch unterschiedlichen definiert.

Man nimmt an, dass Okinawa im Jahre 1429 unter dem König Shohashi von Chuzan vereinigt wurde . In der Regierungszeit des Königs Shoshi wurde dann eine Verordnung die Kampfkünste zu Üben ausgegeben. Bekannt ist , dass die Familie Satsuma aus Kagoshima ein Verbot gegen das Tragen von Waffen erließ.

Tôte wurde zum letzten Mittel der Selbstverteidigung, welche aber ebenfalls verboten war und deshalb im Geheimen erlernt werden musste. Die Menschen von Okinawa hatten keine andere Wahl, und machten es zu der tödlichen Kunst, die uns teilweise überliefert worden ist.

Dabei kam auch der Vorteil der intensiven Beziehungen zu China zum Tragen und die Kampfkünste Okinawas enthielten die geheimnisvollen Techniken des DIM MAK, Dien Xue, heute japanisch auch Kyosho genannt. Die Kenntnis der empfindlichen Stellen am Körper, der Wirkungsweisen der jeweiligen Techniken auf diese Stellen brachten den Ausübenen wesentlich Vorteile im Kampf.  Da die Kampfkünste nur im Geheimen ausgeübt werden durften, flossen diese Techniken in Kata und tradtitionelle Tänze ein.

Nicht einmal die Familie eines Karateka durfte  wissen, dass er sich in dieser Kunst übte. Erst 1905 nahmen dann zum ersten Mal die Grundschule in Shuri und die Erste Provinz-Mittelschule Karate als offizielles Fach in den Sportunterricht auf. Allerdings belegte man es mit Namen wie Reimyo Tôte, ("unerklärliches Karate"), oder Shimpi Tote, ("mysteriöses Karate"). Die Geheimhaltung beeinflusste den Charakter der Kunst erheblich . Tôte wurde unter dem Namen Karate Jutsu bekannt.