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Das Goshinryu-Kempo wurde im Laufe der Jahrhunderte durch viele Kampfkunstmeister beeinflusst, so z.B. durch Kushanku, bekannt auch unter den Namen Kosokun, Kung Hisan Ch‘un, Kwan Shang Fu, Ku Shan Ku und Gong Xian Chun, war ein Meister des Shaolinquanfa und beeinflusste die okinawanischen Kampfkünste entscheidend. Unter anderem gab er auch dem Goshinryu-Kempo oder Goten-Po, aber auch vielen anderen Systemen entscheidende Impulse. So wurden einige Familien, man spricht hier von den 36 Familien, aus der Provinz Fujian ausgewählt um sie nach Okinawa zu schicken. Diese Familien waren in verschiedenen Berufen oder Künsten ausgebildet.  Sie ließen sich in der Nähe der Stadt Naha in einer chinesischen Siedlung namens Kumemura nieder. Einer dieser Chinesen war Kushanku, ein großer Meister der Kampfkünste.

Es gibt sehr wenige Dokumente über die Geschichte der chinesisch-okinawanischen Beziehung. Solche Dokumente wurden oftmals zerstört, wenn ein neuer König in Okinawa an die Macht kam. So ist die mündliche Überlieferung oft die Quelle für historisches Wissen. Aber auch durch die japanischen Invasoren, welche die Bewohner Okinawas dazu zwangen alles, was auf ihre eigene Identität hinwies zu vernichten, macht eine genaue Recherche der Entstehung der Kampfkünste fast unmöglich.

Vielmehr verlässt man sich hier auf mündliche Überlieferungen, die natürlich im Laufe der Jahrhunderte durch Legenden und eigene Interpretationen angereichert wurden. Ein weiterer Experte des Goshinryu Kempo bzw. des Goten-Po war Shionja. Leider ist über diesen Meister so gut wie nichts bekannt Man weiß lediglich, dass er einer der Lehrer von Aragaki Seisho war.  Dieser arbeitete als Beamter und führte den Titel Pechin im Namenszusatz als Übersetzer für den Ryukyu-Hof, da er fließend chinesisch sprach. Das erleichterte ihm den Zugang zu den chinesischen Kampfkünsten, wie auch seine Aufenthalte in China, wo er das Luohanquan (Arhat-Boxen) erlernte, dass er später unterrichtete. In China lernte er u.a. bei Wai Xin Xian in Fuzhou in der Provinz Fukien. Überlieferungen zufolge soll er ebenfalls Ein-fluss auf die weitere Entwicklung des Goshinryu Kempo ausgeübt haben.

Innerhalb der Gendai-Zeit, also die Zeit nach der Meiji-Reform in Japan, dürfte auch Go Kenki, auch bekannt als Wu Xian Gui, Woo Yun Gue oder Yoshikawa, 1886 geboren, für weitere Entwicklungen im Goshinryu Kempo verantwortlich gewesen sein. Vor allem in Bezug auf einige Kata dürfte er hier maßgeblich beteiligt gewesen sein. Er war ein chinesischer Teekaufmann, der 1912 von Fujian nach Naha zog. Er war ein Meister des Hakutsuru ken, dies bedeutet Weißer Kranich, im chinesischen ist dies auch unter Baihequan bekannt. Der Lehrer von Go Kenki könnte Xie Chong Xiang oder auch Zhong Xiang, auch Ryu Ryuko genannt, gewesen sein, die ebenfalls durch ihre Lehren und Beziehungen zu anderen Meistern des Goshinryu-Kempo dieses System bereichert haben. Xie Shou Xiang wurde 1909 in Nago/Okinawa geboren.

 

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