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Beim Goshinryu-Kempo handelt es sich um ein kompaktes System, das eine komplette Ausbildung ermöglicht, aber auch den Spielraum lässt, einzelne Komponenten des Systems als selbstständige Disziplin auszuüben. In der damaligen Zeit, in der man nicht die Möglichkeit hatte sich lange mit dem Erlernen von Techniken etc. zu beschäftigen, da beispielsweise in der Zeit der kriegerischen Auseinandersetzungen hierfür einfach nicht der Zeitraum vorhanden war. Es konnte täglich passieren, dass man sich zur Wehr setzen musste.

Durch diese Praxis haben sich viele alte Systeme sehr stark entwickelt und nach und nach erfuhren die Ausübenden des Systems dann die speziellen Eigenheiten und Bedürfnisse, sich erfolgreich zur Wehr setzen zu können. Da oft im Geheimen geübt wurde und Kämpfe auch nicht ohne Verletzungen ausgetragen wurden, war es für viele Systeme und deren Meister unabdingbar, sich auch mit den medizinischen Faktoren auseinander zu setzen. Viele Okuden (geheim gehaltene Techniken) basieren auf Kenntnis der anatomischen und medizinischen Gegebenheiten. Dabei hatte man die Schwachstellen am Körper analysiert und Techniken entwickelt, die nur auf Anwendung auf diese Stellen ausgelegt waren. Zu den Okuden gehörten auch spezielle Techniken und Taktiken, die im Kampf angewendet wurden. Dass ich heute ausnahmslos das Goshinryu Kempo unterrichte liegt wohl in erster Linie darin begründet, dass hier nie auf authentische und originäre Systeme bestanden wurde, obwohl es als Familiensystem diesen Anspruch erheben könnte. Bei meinem ersten Zusammentreffen mit diesem System war vielmehr die Aussage, dass man die praktikabelsten Techniken aus verschiedenen Systemen aus der Frühzeit in das System übernommen habe um es zu einem umfassenden, effektiven Kampfsystem zu machen für mich entscheidend.

Schaut man sich die so genannten Genealogien der einzelnen Systeme an, fällt auf, dass die meisten Systeme immer wieder auf die gleichen Personen zurückgreifen, dann irgendwann Linien abgehen, die eine Existenz des heutigen Systems bekräftigen sollen.  Tatsache ist jedoch, dass man im Prinzip derartige Genealogien nicht aufstellen kann. Viele Kampfkunstexperten in der Entwicklung des Karate avancierten sehr schnell zum Meister. Viele brachten durch ihre Reisen immer wieder neue Aspekte in ihre Kampfkunst oder ihr System ein. Die Schüler, wenn man diese mal so nennen mag, zogen ihrerseits ebenfalls wieder von Meister zu Meister, blieben kurze Zeit und gründeten ihre eigenen Systeme. Das, was man heute als authentisch oder originär betrachten möchte entstand etwa zur Zeit der Meiji-Restauration. Als Okinawa dann unter die Regierungshoheit Japans geriet, die ja inspiriert durch preußische Verwaltung und Beamtentum dann alles organisieren und katalogisieren wollte, entstanden die meisten der heute bekannten Systeme. Dem Goshinryu-Kempo liegen klassische Systeme der einzelnen sogenannten Tierstilarten zugrunde, wie beispielsweise Kranich, Tiger, Drache, Schlange, nur um einige zu nennen. In vielen Karate- und Kemposystemen sind diese Komponenten enthalten. Teilweise werden sie aus Unwissenheit nicht unter-richtet, oder aber auch deshalb, weil es in früheren Zeiten politisch verpönt war Systeme, die chinesischen Ursprungs waren zu unterrichten.  Viele brachten durch ihre Reisen immer wieder neue Aspekte in ihre Kampfkunst oder ihr System ein. Die Schüler, wenn man diese mal so nennen mag, zogen ihrerseits ebenfalls wieder von Meister zu Meister, blieben kurze Zeit und gründeten ihre eigenen Systeme.

Das, was man heute als authentisch oder originär betrachten möchte entstand etwa zur Zeit der Meiji-Restauration. Als Okinawa dann unter die Regierungshoheit Japans geriet, die ja inspiriert durch preußische Verwaltung und Beamtentum dann alles organisieren und katalogisieren wollte, entstanden die meisten der heute bekannten Systeme. Dem Goshinryu-Kempo liegen klassische Systeme der einzelnen sogenannten Tierstilarten zugrunde, wie beispielsweise Kranich, Tiger, Drache, Schlange, nur um einige zu nennen. In vielen Karate- und Kemposystemen sind diese Komponenten enthalten. Teilweise werden sie aus Unwissenheit nicht unter-richtet, oder aber auch deshalb, weil es in früheren Zeiten politisch verpönt war Systeme, die chinesischen Ursprungs waren zu unterrichten. In einem System wie Goshinryu-Kempo, das eine große Vielfalt beinhaltet und sich aus vielen Faktoren zusammensetzt sind Übung, Wille, Geduld und Disziplin besonders gefordert.